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Berlin Biesdorf TVO Geschichte: Köpenicker Straße als Quertangente ?

Schaut man sich aktuellere Karten an, so ist zu erkennen, dass die Rhinstraße / Treskowallee, der Blumberger Damm / Köpenicker Straße / Rudolf-Rühl-Allee, die Hönower Straße / Hultschiner Damm / Mahlsdorfer Straße und die Friedrichshagener Chaussee / Dahlwitzer Landstraße gleichmäßig verteilte Quertangenten bilden.

aktuellekarte

Leider enden alle Trassen aktuell mehr oder weniger an der Spree, so dass sich spätestens an der Wuhlheide der Verkehr dieser Wege trifft.

Seit Anfang der 1930er Jahren, die Zeit in der auch viele Häuser der Siedlungen in Biesdorf entstanden, war der Berliner Ring (A 10) in Arbeit. Es gab viele geplante Ausfalltangenten, von denen jedoch nur die B1/B5 und die 96a bislang realisiert worden sind. Diese Ausfalltangenten sollten den Verkehr aus den Siedlungsgebieten zur Autobahn führen.

Die Ausfalltangenten Richtung Rüdersdorf (Verbindungsstelle Kalkberge, 1935) hätte den Verkehr unserer oben aufgezählten Querberbindungen aufnehmen können, noch bevor dieser die Spree und damit die nächste Ausfalltrasse Richtung Erkner erreicht.

Die Tangenten sollten den Weg zur Autobahn nicht übermäßig lang ausfallen lassen. Kurze und schnelle Strecken – also nicht, wie die TVO: 17 Kilometer durch die Stadt führend, sondern schnell den Verkehr der Wohngebiete zur nächstgelegenen Anschlussstelle der A10 bringend. Diese Tangenten waren auch für die natürliche Beschaffenheit der damaligen Landschaft optimiert, sodass infolge dessen auch Bauwerke wie Spreebrücken oder Tunnel gespart und Baukosten minimiert werden hätte können.

Diese Tangenten wurden von Ernst Gerlach seiner aktualisierten Karte von 1951 so übernommen.

(Quelle: Ural Kalender, Die Geschichte der Verkehrsplanung Berlins)

Sowohl die Treskowallee, als auch die Köpenicker Straße, der Hultschiner Damm und die Dahlwitzer Landstraße wären als größere Zubringer zu den nächstgrößeren Trassen, die ihrerseits wiederum zur Autobahn geführt hätten, nutzbar gewesen.

karteautobahn

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