Startseite » TVO - News » Die TVO, die Märkische Allee und sonstige Fragen

Die TVO, die Märkische Allee und sonstige Fragen

Biesdorf TVODie Märkische Allee ist 1975 auf 7,5 km entstanden und verbindet die A10 mit Marzahn und Biesdorf. Sie ist fast komplett 6-spurig und führt als Bundesstraße 158 von der B1 bis nach Angermünde.

Offiziell gilt sie das nördliche Teilstück der bereits in den 1930er Jahren geplanten Tangentialverbindung Ost.

Auf der westlichen Seite befinden sich bis kurz vor Ahrensfelde sowohl der BAR, die S-Bahn-Trasse der S7 und verschiedene Gewerbegebiete (Gewerbegebiet Märkische Spitze, Poelchaustraße, Gewerbepark Georg Knorr, Parkfriedhof Marzahn, Gewerbegebiet Wolfener Straße).

Östlich der Märkischen Allee beginnt nördlich der B1/B5 das Siedlungsgebiet, das sich bis zur Berliner Stadtgrenze im Norden entlang der Märkischen Allee zieht. Das Gebiet besteht aus Ein- und Zweifamilienhäuser, teilweise Baujahr in den 1930er Jahren (größtenteils in Biesdorf) und den in den 1970er Jahren entstandenen mehrgeschossigen Wohnhäusern der Großraumsiedlung Marzahn.

Schon jetzt beklagen die Anwohner den Lärm, der fast ungehindert von der Bahn und der Märkischen Allee in das Siedlungsgebiet dringt und die Feinstaubemission.

Würde die TVO kommen, würde auch die Märkische Allee ein neues Revival erleben. Die Gewerbegebiete an der Westseite der Trasse wären Nutznießer, die Anwohner auf der Ostseite wären wie alle übrigen Anrainer die Geschädigten. Lärm- und Emissionsschutz würde nicht nur in Biesdorf-Süd, sondern auch entlang der Märkischen Allee eingefordert werden.

Mithin ist JEDEM klar, auch denen, die unser lokalpolitisches Gebaren bestimmen, dass sowohl die TVO als auch die Märkische Allee, als Teil der TVO, definitiv eine Umgehungstrasse mitten durch bewohntes Gebiet wird.

Sie wird, betrachtet man sich das Straßennetz, nicht nur von den anliegenden Gewerbegbieten Richtung Flughafen / Adlergestell genutzt, sondern eignet sich vorzüglich  Dresden / Prag oder Frankfurt Oder / Warschau über die TVO nach Richtung Prenzlau / Stettin und Ostsee zu fahren, sich den Berliner Ring und die Maut zu sparen.

Marzahn Gewerbe

Nun darf man sich als Anwohner, der vom Berliner Straßenbau so konkret betroffen ist, die Frage stellen:

Wo endet eigentlich die TVO? Warum wird dieser ganze politische TVO-Zirkus veranstaltet? Welchen Zweck hat die Trasse, die Marzahn zum Flughafen bringen soll?

Spindlersfelder BrückeAuf dem nebenstehenden Bild, das eine Fahrt auf der Spindlersfelder Straße zeigt, sieht es laut Ausschilderung sehr vielversprechend aus.

Spindlersfelder BrückeEs folgt die Spindlersfelder Brücke, die mithin einen verwaisten Eindruck macht.

Schließlich endet unsere Fahrt auf dem 4. Abschnitt der TVO in Köpenick auf der Spindlersfelder Straße Ecke Glienicker Weg – Bild unten.

Ganz unspektakulär, ohne Flughafen, ohne Autobahn, ohne Adlergestell.

Glienicker WegWarum soll diese Trasse also dennoch gebaut werden, obgleich Köpenick einen Weiterbau den Gleisen entlang definitiv nicht stattfinden lässt?

Wer sind die eigentlichen Vorteilsnehmer der TVO in Marzahn-Hellersdorf? Politik, Wirtschaft oder ganz Marzahn, das täglich zum Flughafen pendelt?

Warum haben Vertreter des Bezirks bei der Ost- und Westvariantendiskussion beim Senat klein begegeben?

Warum sagt Lichtenberg die Westvariante schon vor dem Planfeststellungsverfahren ab, indem es entlang der Westvariante Baugenehmigungen erteilt? Steht die Trassenführung mitsamt Anbindungen längst fest?

Warum wird unsere BI Biesdorf 2.0 von den Medien so gut wie ignoriert, obgleich hier die Enteigungskandidaten und die Argumente gegen eine TVO liegen, obgleich wir seit 2006 und online seit 2008 uns einbringen, inklusive Schweigeaufforderung zur TVO seitens einiger Abgeordnete des Bezirks vor den Wahlen in 2011.

Wir sind am Ball!

Facebook Like