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TVO nun doch 2-Spurig? Welch ein Wunder!

Die Berliner Woche schreibt in der Ausgabe vom 31.07.2013, dass der Senat ein Gutachten hätte, das zu dem Ergebnis kommt, dass die 4-spurige TVO die „Hauptverkehrsstraßen im Bezirk nicht entlasten“ werde!

Ist es etwa der Versuch, den Bürgern Berlins glaubhaft zu vermitteln, die Trasse nur 2-spurig bauen zu „müssen“:

  1. Planfeststellungsverfahren kann entspannt wegfallen – Bürger Biesdorfs / Kaulsdorf werden vor vollendete Tatsachen gesetzt
  2. preiswertere Variante – das Abgeordnetenhaus muss über die Finanzen, und damit den Bau der Trasse entscheiden
  3. die Märkische Allee kommt zweispurig zur Märkischen Spitze

Im Übrigen wurde schon 2010 in der Machbarkeitsstudie von Vössing Vepro ermittelt, dass „ein zweistreifiger Querschnitt […] eine Verkehrsbelegung zwischen 25.000 – 30.000 Kfz/Tag“ aufweise, „beim vierstreifigen Querschnitt beträgt die prognostizierte Verkehrsbelastung 30.000 – 35.000 kfz/Tag. Der Verkehrszuwachs ist vergleichsweise gering und das ins Verhältnis gesetzt zu einer nahezu Verdopplung der Investitionskosten. Die Köpenicker Straße könnte mit einem vierstreifigen Ausbau der TVO verkehrlich weiter entlastet werden. Für die Treskowallee / Am Tierpark sowie die Chemnitzer Straße können durch den zusätzlichen Ausbau kaum Veränderungen in der Verkehrsbelegung im Vergleich zum zweispurigen Ausbau nachgewiesen werden.“ (Bericht TVO 4-Streifigkeit, Vössing VEPRO 31.12.2010, S. 26)

Auf Twitter wurde der Zeitungsartikel folgend kommentiert und uns mit folgendem Beitrag zugesandt:

Biesdorf Twitter
das Urheberrecht des Zeitungsartikels verbleibt bei der Berliner Woche, Urheberrechte der Tweets verbleiben bei den jeweiligen Absendern, Urheberrechte des zitierten Beitrags verbleiben beim Einsender

Ole Kreins (SPD) ist übrigens nach Angaben auf seiner Webseite der „verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion“.

Weiterführend empfehlen wir diesen und diesen Beitrag.

Anmerkung für den Berliner Senat: Jede Maßnahme, die eine Enteignung mit sich bringt MUSS in die Planfeststellung gehen. Natürlich müsste dann diesbezüglich unser BauGB vor dem BVerfG geprüft werden.“

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